Der grüne Berg

Dokumentarfilm Fredi M. Murer, Schweiz 1990, 128 min, OmdU


Mittwoch, 01.09.2021 / 20:00 Uhr / Raggal, Walserhalle

Ticketpreis: 10,- / 8,-

Der Walserherbst widmet sein cineastisches Programm voll und ganz dem Schweizer Filmemacher Fredi M. Murer. Der Regisseur, Drehbuchautor, Fotograf und Zeichner gilt als Schlüsselfigur des Schweizer und internationalen Independent-Films.

Dreh- und Angelpunkt des Dokumentarfilms “Der grüne Berg” ist der Wellenberg, ein von Bauern bewohnter und bewirtschafteter Hügel des Engelbergertals in der Schweiz. In dieser urwüchsigen Idylle werden Ende der 1980er Jahre die ersten Endlagerpläne für Atommüll angelegt. Als filmische Landsgemeinde konzipiert, lässt Fredi Murers Dokumentation Experten, Behörden sowie die lokale Bevölkerung gleichermaßen zu Wort kommen. So zelebriert er die respektvolle Begegnung als Form realpolitischer Auseinandersetzung, schärft das Bewusstsein für eine akute Problematik und hält nicht zuletzt ein Plädoyer für Nachhaltigkeit über Generationen hinaus. Erstmals konfrontiert Murer explizit die Generation der unbeschränkten Machbarkeit, die lebt und schafft, wie wenn sie die letzte wäre auf dieser Erde, mit der kommenden. Schauen in den Bergen Eine Hommage an Fredi M. Murer und seine Berg-Trilogie Beim Locarno Film Festival, einem der bedeutendsten weltweit, wurde Fredi M. Murer 2019 für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Fredi M. Murer hat seine Zeitgenossinnen und Zeitgenossen portraitiert und sich dabei die Zukunft seines Landes vorgestellt. Er hat die Geschichten von Menschen aus den abgelegensten Orten erzählt und mit der Zeit gespielt, mit seiner Kunst und seiner Epoche, so Lili Hinstin, künstlerische Leiterin des Locarno Film Festival. Die Filme der „Berg-Trilogie“ entstanden in alpinen, ländlichen Teilen seines Heimatlandes und fokussieren auf die Menschen und die Natur, in der sie leben. Sie beschönigen nichts und meiden jegliche Postkarten-Motive. Für Fredi M. Murer, der in Zürich lebt und die Stadt liebt, war die Trilogie eine Reise zurück in seine Kindheit. Er kam 1940 als jüngstes von sechs Kindern im Kanton Nidwalden zur Welt. Kein Zufall, dass alle drei Filme von einem kindlichen Blick auf die Welt geprägt sind. Dessen stumme, aber beredte Botschaft: “Was wir heute tun, müssen sie morgen bewältigen” (Walter Ruggle, Filmkritiker). (c) Locarno Film Festival

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