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© Nikolaus Walter





Förderpreis der Internationalen Bodenseekonferenz

Der Walserherbst freut sich sehr, dass Festivalleiter und Initiator Dietmar Nigsch von der Internationalen Bodenseekonferenz (IBK) für sein Wirken rund um die "kulturelle Nahversorgung" im Großen Walsertal mit dem Förderpreis 2020 in der Sparte "Kuratieren" ausgezeichnet wurde. 

Die Verknüpfung von Geografie und Kultur in einer kuratorischen Praxis nun trifft man beim Festival Walserherbst ebenfalls an. Der Walserherbst ist ein ums Kuratorische erweiterte Weise, um über das Regionale nachzudenken. Sicherlich könnte man da auch an einen dumpfen Nationalismus denken, der heute grassiert. Der Walserherbst aber versucht nicht, die Leute zu trennen, wie es der Nationalismus tut, er bringt Leute zusammen – in abgelegenen Tälern und Dörfern. [...] Beim Walserherbst hat man typischerweise mit dem zu tun, was die Kultur ausmacht: Unterschiedlichkeit und Vielheit. Diesen Strängen mit einem kuratorischen Konzept nachzuspüren – und das schon seit Jahrzehnten – ist das, was den Walserherbst anziehend macht und ihn über viele andere kuratorische Haltungen hinaus auszeichnet. (Auszug aus der Laudatio von Stefan Wagner, Leiter Kulturstiftung Kanton Thurgau)

Herzlichst gratulieren wir auch den weiteren sechs PreisträgerInnen und bedanken uns bei der Jury sowie den Verantwortlichen für die Auszeichnung.  Die Preisverleihung ist heuer coronabedingt leider ausgefallen. Stattdessen wurden filmische Portraits der Preisträgerinnen und Preisträger sowie eine Publikation erstellt.

Internationale Bodenseekonferenz (IBK)
Die IBK ist ein Zusammenschluss der an den Bodensee angrenzenden und mit ihm verbundenen Länder und Kantone: Baden-Württemberg, Schaffhausen, Zürich, Thurgau, St. Gallen, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, Fürstentum Liechtenstein, Vorarlberg und Bayern. Durch die politische Abstimmung und mit gemeinsamen Projekten leistet sie einen nachhaltigen Beitrag zur Überwindung der Grenzen in der Region. 

Die Kommission Kultur der IBK fördert die Pflege und Entwicklung des einmaligen Kulturraums Bodensee. Kultur und Geschichte bilden in ihrer Gesamtheit ein wesentliches gemeinsames und identitäts - stiftendes Element. Dieses Erbe gilt es zu bewahren und zu pflegen. Gleichzeitig ist es ihr Anliegen, das aktuelle Kulturschaffen in seiner Vielfalt zu fördern, zu vernetzen und über die Region hinaus bekannt zu machen. 

Publikation IBK Förderpreise 2020 (PDF, 699kb)

Filmische Portraits der Preisträgerinnen und Preisträger


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© Sandra Maier

Wurzel-Wunderkammer

© Sandra Maier


Wurzel-Wunderkammer

© Sandra Maier

"WURZEL-WUNDERKAMMER":
Vom Walserherbst zum Kunstmuseum Liechtenstein

Wurzeln schlagen, zu den Wurzeln zurückkehren, die Wurzel alles Bösen – der Begriff Wurzel ist sowohl im historischen wie auch im gesellschaftlichen Kontext ein Träger vieler Bedeutungen. Im Kunstmuseum Liechtenstein verwandelt sich ein ganzer Raum in eine „Wurzel-Wunderkammer“, die Ungewöhnliches und Befremdliches rund um die Wurzel versammelt. Ob Volksglaube, Mythos, Medizin oder Rezept: Obzwar von unterirdischer Herkunft, entfaltet die Wurzel bisweilen doch überirdische Wirkkraft. Inwiefern sich diese in Wurzel-Menüs, -Getränken und –Geschichten zeigt, kann am 25. September 2020 bei einer Ausstellungsführung mit Verköstigung erlebt werden.

Im Rahmen des 20-jährigen Jubiläums zum Bestehen des Biosphärenpark Großes Walsertal hätte der Walserherbst heuer einmal mehr den Bezug des Menschen zu seiner Umwelt in den Fokus gerückt. Inhaltliche Anknüpfungspunkte zur soeben eröffneten Ausstellung „Parlament der Pflanzen“ im Kunstmuseum Liechtenstein und der Wunsch sich gegenseitig im Programm Platz einzuräumen, bewogen den Walserherbst und das Kunstmuseum Liechtenstein zu einem grenzüberschreitenden Programmaustausch.

Die „Wurzel-Wunderkammer“ des Kollektiv AMÚR Wien / Renate Burger, Elisabeth Handl wurde ursprünglich für den Walserherbst 2020 konzipiert. Da unser Festival Corona-bedingt erst von 20. August bis 12. September 2021 stattfindet, ist unsere Freude umso größer, dass die Premiere im Rahmen der Ausstellung "Parlament der Pflanzen" stattfinden kann.

Das partizipative Ausstellungsformat „Wurzel-Wunderkammer“ kehrt 2021 – in abgewandelter Form – zu ihren Wurzeln, also zum Festival Walserherbst in den Biosphärenpark Großes Walsertal zurück. 

PROGRAMM

Wurzel-Wunderkammer
im Projektraum im Rahmen der Ausstellung „Parlament der Pflanzen“
von AMÚR Wien / Renate Burger, Elisabeth Handl
Eine Kooperation zwischen dem Walserherbst und dem Kunstmuseum Liechtenstein.
22. – 27. September 2020

Führung und Verköstigung: Wurzel-Wunderkammer
Kulinarische Studienreise zur Wurzel mit AMÚR Wien
Freitag, 25. September 2020

Informationen und Anmeldung:
www.kunstmuseum.li
   

Fotogalerie Wurzelwunderkammer

Fotogalerie Kulinarische Studienreise zur Wurzel


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© Ingo Petramer


Ö1 Klassik-Treffpunkt
"Von Wien zum steilsten Festival in den Bergen"


Walserherbst-Festivalleiter Dietmar Nigsch war am 29. August 2020 zu Gast im Ö1 Klassik-Treffpunkt bei Renate Burtscher. Dietmar erzählt von seiner Kindheit im Großen Walsertal, von seinen Jobs als Sozialarbeiter und Kellner, von ersten Schauspiel-Engagements, der Gründung des Projekttheater Vorarlberg und wie es zum Festival Walserherbst kam. Für den Klassik-Treffpunkt hat Dietmar Musikstücke ausgewählt, die mit inspirierenden Begegnungen zu tun haben.

Sendung zum Nachhören:
Von_Wien zum_steilsten_Festival_in_den_Bergen (MP3, 125 MB)

           
      
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© Nikolaus Walter

Liebes Publikum, liebe Weggefährt*innen!

Wir haben uns nach sorgfältigem Abwägen dazu entschlossen, die neunte Ausgabe des biennal stattfindenden Festivals Walserherbst aufgrund der Covid-19-Pandemie um ein Jahr zu verschieben. Das gilt auch für die jährlich stattfindende Radix Musikwerkstatt. Wir werden das „steilste Festival mitten in den Bergen“ vom 20. August – 12. September 2021 in seiner ganzen Fülle und Vielfalt wieder aufleben lassen.

Es freut uns natürlich sehr, dass Kulturveranstaltungen in Österreich gemäß den jüngst verkündeten Vorgaben der Bundesregierung bald wieder stattfinden können – unter Einhaltung von Abstands- und Sicherheitsregeln.

Das Festival Walserherbst allerdings spannt seinen mehrspartigen Programmbogen drei Wochen lang quer über ein ganzes Tal und aktiviert somit viele kleinräumige Veranstaltungsorte. Unter den gegebenen Umständen ist unsere Vorstellung eines "umarmenden Festivals" nur auf Kosten inhaltlicher, sozialer, gesellschaftlicher und finanzieller Aspekte umsetzbar.

Unser Festival lebt auch und vor allem vom Fest, vom Austausch, dem Miteinander sowie der unmittelbaren Begegnung. Sei es auf belebten Dorfplätzen, prall gefüllten, privaten Walser-Stuben, kleinen Bergkirchen oder Alphütten. Mit einem Corona-Notprogramm oder der Abwanderung ins Online-Exil würde der Walserherbst der Kunst und den Künstler*innen, dem Charme und der Wirkung mehr abverlangen als er den Besucher*innen und der Bevölkerung im Tal schenken könnte.

Ein ungebetener Gast hat heuer an unserem Tisch Platz genommen: Covid-19. Er nimmt von vornherein zu viele Stühle ein, aber schafft möglicherweise Raum für neue Entfaltung.

Mit herzlichen Grüßen aus dem Großen Walsertal

Dietmar Nigsch und Eugen Fulterer
für das gesamte Walserherbst-Team
           
      
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© Walserherbst

Covid-19

Liebes Festivalpublikum,

Vorfreude ist die schönste Freude - vermutlich war das schon lange nicht mehr wahrer als in diesen Tagen - daher planen wir voller Hoffnung weiter an unserem Festivalprogramm. 

Ob das Walserherbst-Festival letztlich stattfinden kann, werden wir spätestens Ende Mai entscheiden können. Grundlage werden die Anordnungen der österreichischen Bundesregierung sein und deren sinnvolle Möglichkeit der praktischen Umsetzung. 

Wir wünschen Euch allen mentale und physische Gesundheit in dieser herausfordernden Zeit und hoffen auf ein Wiedersehen beim "steilsten Festival in den Bergen"!

Alles Liebe
vom Walserherbst-Team             
      
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© VolksLiedWerk

5. RADIX MUSIKWERKSTATT

30./31. August bis 3. September 2020
Propstei St. Gerold / Vorarlberg / Austria

Bereits zum fünften Mal entführt die Radix Musikwerkstatt hinein in den großen Kosmos
des lebendigen (volks)musikalischen Spiels. Neben neuen Tunes, welche in Kursen und
Sessions erlernt und wiederholt werden, bietet die Radix wieder wertvolle Erfahrung
im Ensemblespiel und Singen sowie im Ausprobieren von Tanzschritten. Gelernt wird
direkt von den ReferentInnen (und nicht vom Notenblatt), ein Seminar-Notenheft
gibt’s dennoch dazu. Bei der Radix finden alle ihre Rolle oder schlüpfen auch einmal
in ganz Neue. Im Vordergrund stehen vor allem Spaß und Freude am gemeinsamen
Musizieren im bezaubernd schönen Areal der Propstei St. Gerold.  

Teilnehmerkreis:
Studierende/MusikschülerInnen und LehrerInnen, Amateure und Profis, als auch musizierende Familien und bereits spielfähige Ensembles. Für alle Kurse wird Spielerfahrung vorausgesetzt (für AnfängerInnen ist auch Schnuppern möglich). Der Unterricht findet in Gruppen statt, kein Einzelunterricht.

Rahmenprogramm:
-> So, 30.08. um 19 Uhr „Klingende Kirche“ mit den Werkstatt-ReferentInnen und dem        Tanzperformer Simon Mayer
-> Mi, 02.09. ab 19 Uhr „Werkstatt-Musizierfest“
-> Allabendliches Musizier- und Tanzvergnügen im Wyberhus
-> Tägliches Morgenplenum mit Singen, Jodeln oder Tanz.

Radix Kursinformation 2020 (PDF, 654 kB)

Radix Anmeldung 2020 (PDF, 133 kB) 

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