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FilmWORKSHOPS & VORTRÄGE
     

© Caritas Wien

© frenetic Films

Eröffnungsfilm
UnerhÖrt Jenisch
Karoline Arn, Martina Rieder, Schweiz 2017, 92 min, Dokumentation
Di 04.09. / 20:30 / Geroldhus St. Gerold
Publikumspreis beim Festival „Der neue Heimatfilm“ 2017


Stephan Eicher spielt mit dem Bild des Zigeuners und sucht mit seinem Bruder Erich nach den eigenen jenischen Wurzeln. Die Spur führt in die Bündner Berge, zu den einst zugewanderten Familien Moser, Waser und Kollegger und ihrer legendären Tanzmusik. Die Familien leben eine faszinierende und leidenschaftliche Musiktradition. Sie prägt die Schweizer Volksmusik, sucht den Blues, brilliert als Chanson oder rebelliert im Punk. „Unerhört Jenisch“ erzählt aber auch eine bis dahin ungehörte Geschichte mit unterschiedlichen Facetten und Tonlagen. Ein Film über das Geheimnis des besonderen Sounds.
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© Dietmar Nigsch

© mitosfilm

Haus ohne Dach
Soleen Yusef, Deutschland/Irak 2016, 117 min, Spielfilm, OmDU
Mi 05.09. / 18:00 / Geroldhus St. Gerold


Die drei Geschwister Liya, Jan und Alan wurden in Kurdistan geboren, wuchsen jedoch in Stuttgart auf. Nach ihrer Kindheit haben sie nicht mehr viel gemeinsam. Der letzte Wille ihrer Mutter führt sie aber wieder zusammen. Sie will in ihrer Heimat neben dem im Krieg gefallenen Vater begraben werden. Gegen den Widerstand der Großfamilie macht sich das Trio auf in ein ihnen unbekanntes Land. Dabei stoßen sie nicht nur auf ein ungeheures Familiengeheimnis, sondern müssen sich auch ihren eigenen Dämonen stellen. Vielfach ausgezeichnetes Spielfilmdebüt.
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© Dietmar Nigsch

© jolefilm

La pelle dell'orso – Das Fell des BÄren
Marco Segato, Italien 2016, 92 min, Spielfilm, OmdU
Mi 05.09. / 20:30 / Geroldhus St. Gerold


In einem Dorf in den Dolomiten leben in den 50er Jahren Domenico und sein Vater Pietro, der in seiner Einsamkeit dem Alkohol verfallen ist. Das Verhältnis zwischen Vater und Sohn ist schwierig, sie leben wie zwei Fremde zusammen. Eines Nachts wird die Ruhe im Dorf von „dial“, dem Teufel, gestört: Ein alter, wilder Bär tötet eine Kuh. Pietro beschließt, den Bären zu jagen, Domenico folgt ihm. Immer tiefer dringen Vater und Sohn in die Wälder ein und werden dabei zu anderen Menschen.
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© Mihai M. Mitrea

© thede Filmproduktion

Von BananenbÄumen trÄumen
Antje Hubert, Deutschland 2016, 92 min, Dokumentation
Do 06.09. / 18:00 / Geroldhus St. Gerold


Oberndorf, ein Dorf im Mündungsgebiet der Elbe. Die Gemeindekasse ist leer, Arbeitsplätze sind rar, kleine Höfe werden aufgegeben. Doch einige DorfbewohnerInnen wollen sich nicht mit dem drohenden Niedergang abfinden. Sie machen gemeinsam eine Kneipe auf und fassen einen kühnen Plan – sie wollen Geld zur Rettung des Dorfes verdienen. Die Basis ihrer Geschäftsidee ist Gülle, die es hier im Überfluss gibt. Mit Hilfe von Berliner Projektentwicklern gründen sie eine Bürger- aktiengesellschaft und entwerfen ein außergewöhnliches Geschäftsmodell. Der Rohstoff aus den Kuhställen soll die Energie liefern für die Aufzucht von afrikanischen Welsen und Bananenbäumen.
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© Anne Klinge

© Majestic Film

GrÜner wird´s nicht, sagte der GÄrtner und flog davon
Florian Gallenberger, Deutschland 2018, 116 min, Filmkomödie
Do 06.09. / 20:30 / Geroldhus St. Gerold


Der kauzige alte Gärtner Schorsch (Elmar Wepper) steht mit seinem Betrieb kurz vor der Pleite und führt eine lieblose Ehe mit seiner Frau Monika (Monika Baumgartner) in einer bayrischen Kleinstadt. Als er dann eines Tages Ärger mit dem Chef eines lokalen Golfplatzes bekommt und dieser sich weigert, Schorsch zu bezahlen, droht ihm endgültig der Ruin. Sein letzter Besitz, ein rostiges altes Propellerflugzeug, soll darum gepfändet werden. Statt hilflos klein beizugeben, lässt Schorsch sein altes Leben kurzerhand hinter sich und fliegt mit der Maschine davon. Auf seiner Reise landet er an allerlei skurrilen Orten, erlebt zahlreiche Abenteuer, trifft die junge Philomena (Emma Bading) und findet langsam wieder zum Glück zurück.

Basierend auf dem gleichnamigen Roman von Jockel Tschiersch.
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© Andreas Schertenleib

© Richard Rossmann

Äpfel und Birnen
Richard Rossmann, Österreich 2017, 76 min, Dokumentation
Fr 07.09. / 18:00 / Geroldhus St. Gerold


Obstklauben. Maische ansetzen. Warten. Vorlauf testen. Warten. Brennen. Schnapsbrennen braucht Geduld und Zeit. Ob der Hof schon übergeben ist oder noch nicht, auf den drei Höfen im Pinzgau brennen den Schnaps immer noch die Altbäuerinnen und Altbauern. Sie hoffen darauf, dass die Jungen es eines Tages fortführen werden. Aber wirklich aufhören können oder wollen sie noch nicht. Richard Rossmann schaut bei der Arbeit zu und lässt seine ProtagonistInnen erzählen. Und wie nebenbei wird die Kunst des Schnapsbrennens zum Ausgangspunkt, um von den Schwierigkeiten der Hofübergabe, dem arbeitssamen Alltag und dem Wandel des Bauerndaseins zu erzählen.
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© Andreas Schertenleib

© Nikolaus Geyrhalter Filmproduktion

Die bauliche MaSSnahme
Nikolaus Geyrhalter, Österreich 2018, 112 min, Dokumentation
Fr 07.09. / 20:30 / Geroldhus St. Gerold
/ PREMIERE

Grenzpass Brenner: Im Frühjahr 2016 ergriff die österreichische Bundesregierung Maßnahmen, um das Land vor einem neuerlichen Flüchtlingsansturm zu schützen. Ein Zaun ist auch am Brenner im Gespräch und Grenzkontrollen zwischen Nord- und Südtirol sollen erstmals seit knapp zwanzig Jahren wieder eingeführt werden. In Medienberichten machen PolitikerInnen Stimmung und geben sich entschlossen. Die Exekutive vor Ort beschwichtigt. Und die BewohnerInnen finden sich hin- und hergerissen. Viele fürchten die „bauliche Maßnahme“ ebenso wie die vermeintlich drohende Überfremdung der Heimat Tirol.

Zwei Jahre lang hat Nikolaus Geyrhalter in seinem neuen Dokumentarfilm die Region um den Brenner beobachtet und zeichnet ein Portrait einer Grenzregion, die nicht zur Ruhe kommen kann.

Am Ende des Films liegt der Zaun immer noch zusammengerollt im Container, das neu errichtete Registrierzentrum ist nie in vollen Betrieb gegangen, und der befürchtete Flüchtlingsansturm ausgeblieben.
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© Andreas Schertenleib

© Thim Film, Novotny Novotny Film

Ugly
Juri Rechinsky, Österreich / Ukraine 2017, 90 min, Spielfilm
Diagonale Filmfestival-Preis: Beste Bildgestaltung Spielfilm 2017
Sa 08.09. / 18:00 / Geroldhus St. Gerold


„Ugly” schildert den Verlust der Liebe zwischen der Österreicherin Hanna und des Ukrainers Jura sowie den Niedergang ihrer Familien. Ein Film über das menschliche Leiden und die scheinbare Unmöglichkeit von Glück, ein Film über Beziehungen und wie sie scheitern, erstarren oder vom Alltag erdrückt werden. Ein Film über Österreich und die Ukraine, über unterschiedliche Mentalitäten und ähnliche Schicksale, an denen Menschen zerbrechen oder doch erstarken.

Maria Hofstätter, die in „Ugly” die an Alzheimer erkrankte Mutter von Hanna spielt, und der Regisseur Juri Rechinsky (angefragt) stehen nach der Filmvorführung für ein Gespräch zur Verfügung.
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© Andreas Schertenleib

© Langbein und Partner Media

Zeit fÜr Utopien
Kurt Langbein, Österreich 2018, 95 min, Dokumentation
Sa 08.09. / 20:30 / Geroldhus St. Gerold


Nachhaltigkeit ist das Schlagwort unserer Zeit. Nimmt man das Wort ernst, steht es für Umdenken und Handeln – weg von der Geiz-ist-geil-Mentalität, weg von der Wegwerfgesellschaft und der Profitmaximierung. Doch gibt es neben dem Kapitalismus überhaupt ein Gesellschaftsmodell, über das sich zu diskutieren lohnt? „Zeit für Utopien” zeigt vier Menschen und Initiativen, die sich entschlossen haben, Wege jenseits von Gier und Profitstreben einzuschlagen. Eine inspirierende filmische Entdeckungsreise zu den EinsteigerInnen in eine neue Gesellschaft.
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© Andreas Schertenleib

© Atelier Heimo Binder

Film & Jause
Mit der Seilbahn in den Himmel
Andreas Pichler, D/I/E/GR/BG/N 2010, 52 min, Dokumentation
So 02.09. / 16:00 / Festivalzentrum Sonntag


Der Bauernhof der Familie Gufler liegt, einem Adlerhorst gleich, rund 1.700 Meter hoch auf steilstem Gelände im hinteren Passeiertal in Südtirol. Hier leben sieben Menschen in drei Generationen. Der Hof ist – bis auf einen schmalen Fußweg im Sommer – nur mit einer eigenen, 30 Jahre alten, kleinen Seilbahn zu erreichen. Solange kein starker Wind weht. Menschen, Kühe, Einkäufe, Milch – alles muss über diese Bahn hinauf und hinunter gebracht werden. Auch in Zukunft wird hier kein Straßenbau möglich sein. Die Guflers haben sich bewusst und mit Leidenschaft für das entbehrungsreiche Leben hoch oben in den Bergen entschieden.
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© Martha Laschkolnig

© EIKON-Media und MIRAMONTE-FILM Martin Rattini Tiberius-Film

Das System Milch
Andreas Pichler, Deutschland 2017, 95 min, Dokumentation
Mi 05.09. / 18:00 / Festivalzentrum Sonntag


Das Bild der idyllischen Milchviehwirtschaft existiert auch heute noch, obwohl davon mittlerweile nicht mehr viel übrig ist. Milch ist Big Business. Hinter dem unschuldig anmutenden Lebensmittel verbirgt sich ein milliardenschweres Industriegeflecht. Allein in Europa werden jährlich 200 Millionen Tonnen Milch und Milchpulver produziert und weltweit verkauft. Wie wurden die Kühe zu Lieferanten für eine hochtechnisierte Milch-industrie? Welche Menschen stehen dahinter? Welche Alternativen gibt es? Eine cineastische Reise über mehrere Kontinente, die mit Vorurteilen aufräumt und Lösungen aufzeigt.

Im Anschluss: Diskurs „Mensch & Rind: Wie die Milch fließt”
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